Die Wurst ist vorbildlich, der VfB aber sportlich und moralisch unterirdisch
Samstag, 24. September 2011 0:52
Stell Dir vor Du spielst zuhause gegen den Tabellenletzten und kassierst eine deutliche Niederlage. Im Tippspiel bist Du mal ganz optimistisch von einem 7:0 ausgegangen und Du hast auch noch eine Strecke von 800 Kilometern zurück gelegt, nur um Dir von Kindern vor Deinem heimischen Stadion ein hämisches “Wir sind alles Hamburger Jungs” anzuhören. Was bleibt da noch? Schnell den Heimweg antreten und am Eck noch eine “Rote” mit einer Extra Portion Senf zu ordern. Abbeißen und den Schmerz der Niederlage vergessen. Denn die Wurst schmeckt hier einfach besser. Doch von vorn … [...]
Thema: Allgemeines (ohne Test), VfB Stuttgart | Kommentare (3) | Autor: F.Renz
Zugegeben ist dieser Wursttest nicht mehr ganz aktuell, dennoch möchte ich nicht versäumen, ihn zu veröffentlichen. Und ein wenig Füllmasse für die lange Sommerpause kann ja auch nicht schaden. Als weiteres Stadion stand neben dem in dieser Saison bereits
Am 24. Spieltag der Bundesliga verschlug es mich diesmal in den tiefen Südwesten der Republik zur Partie des 1. FC Kaiserslautern gegen den Hamburger SV. Die Vorzeichen beider Mannschaften waren durchaus unterschiedlich. Während der HSV sich durch einen doch recht passablen Rückrundenstart wieder an die internationalen Plätze herangerobbt hatte, befanden sich die seit dem Winter noch sieglosen Lauterer mittlerweile auf dem Relegationsplatz 16 und mitten im Abstiegskampf. Klar war: beide Teams wollten und brauchten die drei Punkte, das versprach doch ein spannendes Match.
Nach drei HSV-Siegen in Folge (wann gab es das zum letzten Mal?) sollte vor den Derbywochen gegen Wolfsburg, St. Pauli und Werder unbedingt noch der vierte Erfolg in Serie eingefahren werden. Also spontan Karten und ICE-Gruppenfahrt besorgt und schon ging es für zwei fussballwurst-Tester nach Nürnberg zum Spiel beim Glubb. Was sollte da für uns schon schiefgehen, schließlich war der 1. FCN zuletzt einer unserer Lieblingsgegner? Große Vorfreude außerdem auf die Wurst, die uns bereits mehrfach von fachkundigen Kollegen
Mit der Auswährtsfahrt zu Borussia Dortmund ging für mich ein Wunsch in Erfüllung. Wenn eine englische Zeitung das Westfalenstadion (auch bekannt als Signal Iduna Park) zum stimmungsvollsten Stadion der Welt wählt, dann ist für jeden Fußballfan wohl der Reiz da, einen solchen Fußballtempel einmal hautnah zu erleben. Da ich persönlich Flutlichtspiele sehr mag und sowieso ein verlängertes Wochenende im Pott angepeilt war, konnte ich mich auch über die für Auswährtsfahrer eher ungeliebte Ansetzung am Freitagabend freuen. Daran konnte auch der sintflutartige Dauerregen, der uns auf der gesamten Auswärtsfahrt erhalten bleiben sollte, nichts ändern. Unser Quartier bezogen wir, da es in ganz Dortmung keine freien Zimmer mehr gab (”ne, ham wa nich mehr, da is BVB” war die gängigste Antwort auf telefonische Anfragen) in Unna, mit der Bahn einen Katzensprung von Dortmund entfernt.
Es ist zwar schon etwas her dass Altona 93 beim Oststeinbeker SV spielte, aber manchmal hat man etwas weniger Zeit für die Bratwurstbloggerei, da man auch noch andere Verplichtungen jenseits des Fußballplatzes hat, sodass die Schreiberei etwas zu kurz kommt. Aber nichts desto trotz wurden zwar dank früher Antstoßzeiten oder des Oddset-Pokals weiter fleissig Spiele von mir besucht, aber es waren Vereine die wir schon hier im Angebot haben und bei denen sich die Bewirtungssituation kaum verändert hat.
Am 08.04.2010 war es soweit und nachdem ich bereits in den „Genuss“ kam, die Eindhovener Wurst der EL-Zwischenrund zu testen, bereitete der HSV die Gelegenheit im Viertelfinale in Lüttich vorbeizutesten. Im Achtelfinale zitterte sich der HSV im furiosen Rückspiel (3:4) gegen den Lütticher Ligakonkurrenten RSC Anderlecht weiter. Großer Kampf meinen die Einen, Abwehr-Krampf die Anderen. Standard Lüttich dagegen konnte bisher als eine Art Überraschungsmannschaft der diesjährigen Europacup-Saison herhalten. Nachdem in der Gruppenphase durch einen schier unglaublichen Ausgleich in der Nachspielzeit durch Torwart Sinan Bolat gegen den AZ Alkmaar die Zwischenrunde in der Europa League erreicht wurde, konnte dort zunächst die zuvor ungeschlagene Retortentruppe von RB Salzburg und sodann mit zwei Siegen der soeben frisch gekürte griechische Meister Panathinaikos ausgeschaltet werden.
Wie es die Losfee so wollte, verschlug es den sportlich erfolgreichsten unter den Vereinen der Hansestadt Hamburg im Rückspiel der so genannten Zwischenrunde (1/16-Finale) der Europa-League in das beliebte Nachbarland, wo Tulpen, Wohnwagen und halluzigene Rauchwaren so herrlich gedeihen. Zu tun bekam es der HSV mit dem PSV Eindhoven. Bei diesem 1913 gegründeten Verein handelt es sich zwar um eine Werkself (Philips‘ Sport Vereniging), allerdings ist der Club weit entfernt vom eher negativen Image und Flair, welches in Deutschland beispielsweise die Truppen aus Leverkusen und Wolfsburg verbreiten. Was die sportlichen Erfolge angeht ein absoluter Traditionsclub, bleibt man in Punkto Beliebtheit dennoch hinter den ganz Großen der Niederlande etwas zurück. Ajax gegen Feyenoord heißt hier weiterhin der absolute Klassiker in Punkto Interesse und Brisanz.
Samstag, 13.02.2010, 02:00 morgens: irgendwo in Kiel klingelt unbarmherzig unser Wecker. Verdammt früh, aber was tut man nicht alles für das Auswärtsspiel des Hamburger SV in Stuttgart. Also ab ins Auto und losgefahren, denn der Wetterbericht verhieß nun wirklich nichts Gutes – und tatsächlich begann es zu schneien, sobald wir nach fünf Minuten auf der Autobahn ankamen. Das sollte dann auch die gesamte Fahrt über so bleiben, man hätte auf der Autobahn wunderbar die Langlaufwettbewerbe der Olympischen Spiele veranstalten können. Von Streufahrzeugen keine Spur, Deutschland ächzt wohl unter Streusalzmangel. Umso erstaunlicher, dass wir nach nur knapp 10 Stunden Fahrt bereits gegen Mittag in Stuttgart ankamen. Aber was tut man nicht alles für unseren HSV. 



