Bananen, Raketen und dazu ne Wurst – Freibeuter versenken die Kogge
Samstag, 26. November 2011 15:14
Der 15. Spieltag in der Saison 2011/12 sollte für den FC St. Pauli das wohl brisanteste Auswärtsspiel dieser Zweitligasaison bereithalten. Dass es keine Spazierfahrt werden sollte, war wohl jedem, der sich auf den Weg nach Rostock machen wollte, schon von vornherein klar. Im Vorfeld wurden erwartungsgemäß von der Bundespolizei dann auch weder Kosten noch Mühen gescheut, um Ausschreitungen jeglicher Art im Keim zu ersticken. So machten wir uns am frühen Morgen mit Vorfreude aber auch ein wenig mulmig auf zum Bahnhof Altona, wo sämtliche 2.000 St. Pauli-Anhänger, die mit den beiden bereitgestellten Sonderzügen an die Ostsee reisen wollten, kontrolliert wurden. Grund hierfür war eine Sonderverfügung der Bundespolizei, aufgrund dessen auf allen Bahnstrecken gen Rostock das Mitführen von Glasflaschen und Pyrotechnik verboten war. Trotz alledem war es erstaunlich, dass die Züge, die 30 Minuten versetzt abfuhren, nur mit einer Verspätung von 15 Minuten den Bahnhof verließen.
Thema: Deutschlandweit, FC Hansa Rostock | Kommentare (9) | Autor: S.Schroeder
Am 10. Spieltag der Saison 2011/12 sollte es den FC St. Pauli zum Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus führen. Dank der „zuvorkommenden“ Term
Am 14. Spieltag stand für den Fussballwurstautoren einiges auf dem Programm. Samstag konnte ich mich im Hamburger Stadion an der Müllverbrennungsanlage noch über das 2:4 des VfB Stuttgart ärgern (Stark, dieses Arschloch…). Am Sonntag bestieg ich schon wieder hoffnungsvoll gegenüber vom Hamburger Millerntor den Fanbus, um vielleicht mit dem FC St. Pauli dank der aktuellen Form- und vor allem Abwehrschwäche des SV Werder einen oder gar drei Auswärtspunkte aus Bremen mitzunehmen. Auch diese Partie sollte mich nicht wirklich aufheitern können. Doch das Spiel, in dem ich leider zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass der FC etwas Zählbares mitnehmen könnte, sollte nicht das größte Ärgernis bei diesem Ausflug sein.
Mit dem Radel ging’s Sonntagfrüh etwas unsicher zum HEBC an den Rein-Müller-Platz in der Tornquiststraße, weil durch Hamburger Schietwetter es schon zu zahlreichen Spielabsagen am Wochenende kam. Dort angekommen war das Kassenhäuschen besetzt und es wurden die 4 Euro Eintritt entrichtet. Übrigens, in der Landesliga Hammonia wurden von den acht angesetzten Partien nur zwei ausgetragen. Also richtige Wahl getroffen.
Da wacht man am Sonntagvormittag auf, mag sich nicht mehr recht umdrehen und ärgert sich, dass ob der üblen Wetterverhältnisse immer noch keine Spiele im Hamburger Amateurbereich ausgetragen werden. Auch das Regionalligagrün muss sich noch durchs Eis kämpfen und der Hamburger SV reist heute ins Rheinland, man selbst jedoch nicht mit. Aber Moment! Es gibt ja noch den wackeren Lokalrivalen, der – Gott segne die DFL – bereits um 13:30 spielt. Das bedeutet, ein Besuch nähme nicht den kompletten Sonntag in Beschlag. Ein Segen für den fussballaffinen Nerd, ein Ärgernis freilich für jeden normalen Fan.
Auf den zweiten Spieltag der Zweitligasaison 2009 / 2010 wurde in Aachen seit Veröffentlichung des Spielplans hingefiebert. Auch mich führte es an diesem Augustmontag zum ersten Pflichtspiel der Alemannia in ihrer neuen Spielstätte, allerdings in den Gästeblock zu den Fans des angereisten FC St.Pauli. “Laut, steil, gelb” so der Anspruch an den neuen Tivoli, dem vor allem im Vorfeld der Partie und auch zu deren Beginn voll genüge getan wurde.
Am Sonntag, den 02.08., trat der FC 08 Villingen in der ersten Runde des DFB Pokals im heimischen Friedengrund gegen den FC St. Pauli an. Dieses Spektakel wollten sich ca. 9.000 Zuschauer nicht entgehen lassen – eine ungewohnte Situation für den Oberligisten, der bereits 1950 und 1974 Südbadischer Pokalsieger war. Allerdings hatte man sich in kulinarischer Hinsicht hervorragend auf den Andrang eingestellt: Diverse Verkaufsstände boten Speis und Trank zum käuflichen Erwerb preis, sodass dem Fußballfan keine langen Wartezeiten zugemutet wurden. Gelegenheiten zur Nahrungsaufnahme gab es reichlich: Die von Trainerfuchs Reiner Scheu taktisch hervorragend eingestellten „Nullachter“ egalisierten über weite Strecken den Kiezklub, der immerhin drei Spielklassen höher zu Hause ist. Hinzu kam, dass das Spiel erst in der Verlängerung (zugunsten des FC St. Pauli) entschieden wurde, so dass die treue Anhängerschaar knapp zweieinhalb Stunden das Treiben auf dem Platz verfolgte. Verständlich, dass der ein oder andere diese lange Zeit nicht ohne Stärkung überstehen konnte. So ging es auch dem Verfasser.


