Pferde-Wurst bei Germania Schnelsen
Donnerstag, 13. Oktober 2011 19:28
Es ist schon wieder kalt geworden in Hamburg: Zum Hamburger Oberligaspiel zwischen Germania Schnelsen und Altona 93 konnte man getrost die Winterjacke aus dem Schrank holen. Eine Woche vorher stand man noch mit T-Shirt und sogar in kurzer Hose auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. In Schnelsen gab es noch nie einen Wursttest; dieser weiße Fleck auf der fussballwurst-Landkarte soll hiermit ausgefüllt werden. Zumal es sich mit dem TuS Germania Schnelsen nach zehn Spielen mit 20 Punkten um den Tabellenführer handelt. Altona 93 folgt mit einem Punkt weniger auf Platz drei. Ein echtes Spitzenspiel also.
Thema: Hamburg, TuS Germ. Schnelsen | Kommentare (3) | Autor: M.Turski
Die Adolf Jäger-Kampfbahn in Hamburg Altona Mitte Juni 2011. Zwanzig Mannschaften treten gegeneinander an – um den “Cup der Angst”, ein Fanturnier von Altona 93-Fans. Mit an Bord sind Teams aus ganz Deutschland, zum Beispiel von Arminia Hannover, Roter Stern Leipzig, Roter Stern Lübeck, Tennis Borussia Berlin und einem Saarbrückener Team der Bunten Liga. Und natürlich sind auch diverse lokale Vertreter aus der Hansestadt am Start, so ein Team des Altonaer Museums, Victoria Hamburg, HSV-Fans sowie die Frauenmannschaft von Altona 93. Mittendrin ist auch unser Team von fussballwurst.de.
Freunde der guten fussballwurst werden vermutlich wissen, dass die Autoren dieses Blogs zu einem guten Teil Anhänger des Altonaer Fußball-Clubs von 1893 sind. Wenig verwunderlich ist daher, dass dieser Verein bei der Wurstberichterstattung bislang überdurchschnittlich oft beachtet wurde. Die Wurst musste sich bislang aber jedes Mal mit unterdurchschnittlichen Wertungen begnügen. Weshalb nun ein weiterer Test auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn, der Heimstätte dieses Traditionsclubs? Es ist relativ simpel: Der Betreiber der Gastronomie auf der AJK wechselte zur Saison 2010/11, was eine Veränderung der Versorgungslage bedeuten dürfte. Erste Vortests ließen auch durchaus Gutes erhoffen. Doch bevor wir uns einem vorschnellen Präjudiz hingeben, sollten wir die wursttechnische Historie des AFC seit Aufnahme der Testtätigkeit zunächst kurz Revue passieren lassen.
Meiendorf liegt am Ende der Welt, zumindest aus Altonaer Sicht. Dies macht sich vor allem in der langen Anfahrt bemerkbar. Vom Bahnhof Altona erreichen die AFC Fans am ersten Samstag im April 2011 den Jungfernstieg. Dort heisst es umsteigen in die U-Bahn (”heee, erst einsteigen lassen!”) bis Berne. Von dort muss noch einmal ein Linienbus genommen werden, bevor ein 10-minütiger Fußmarsch ansteht. Angekommen am “Stadion Meiendorf” hat der Fußballfan Hamburg bereits verlassen, denn der große Teil des ansehlichen Stadions liegt bereits im fernen Schlewsig Holstein. Eigentlich also ein echtes Auswärtsspiel für uns Anhänger des Altonaer FC von 1893.
Für fussballwurst.de stellt der Wilhelm Rupprecht Platz in Barmbek ein ganz besonderes Pflaster dar – und zwar aus dreierlei Gründen: Erstens wurde hier beim HSV Barmbek Uhlenhorst unser
Es ist zwar schon etwas her dass Altona 93 beim Oststeinbeker SV spielte, aber manchmal hat man etwas weniger Zeit für die Bratwurstbloggerei, da man auch noch andere Verplichtungen jenseits des Fußballplatzes hat, sodass die Schreiberei etwas zu kurz kommt. Aber nichts desto trotz wurden zwar dank früher Antstoßzeiten oder des Oddset-Pokals weiter fleissig Spiele von mir besucht, aber es waren Vereine die wir schon hier im Angebot haben und bei denen sich die Bewirtungssituation kaum verändert hat. 
Ein Dienstagabend Mitte April. Viertelfinale im Hamburg-Pokal. Altona 93 muss beim Bezirksligisten Camlica Genclik antreten. Allein die Höhe des Sieges scheint heute offen zu sein, schließlich trennen die Teams zwei Spielklassen. Austragungsort ist die Wolfgang-Mayer-Sportanlage in Stellingen. Eine Handvoll fussballwurst.de-Experten ist bereits anwesend, als ich pünktlich zum Anpfiff am Grandplatz ankomme. Etwa 100 Altonaer unterstützen ihre Mannschaft – der Gastgeber bringt sicher noch einmal soviele Zuschauer mit. Und so wird zweisprachig angefeuert. “Camlica” ist ein Ostistanbuler Stadtteil und Genclik bedeutet “Jugend”. 2001 wurde der türkische Migrantensportverein unter dem Namen “Club-Camlica Jugendtreff” gegründet. Die Mannschaft belegt den vierten Platz in der Bezirksliga und kämpft heute von Anfang um die Sensation. 




