Bratwurst zwischen den Häusern an der Eimsbüttler Seenplatte beim HEBC

HEBCMit dem Radel ging’s Sonntagfrüh etwas unsicher zum HEBC an den Rein-Müller-Platz in der Tornquiststraße, weil durch Hamburger Schietwetter es schon zu zahlreichen Spielabsagen  am Wochenende kam. Dort angekommen war das Kassenhäuschen besetzt und es wurden die 4 Euro Eintritt entrichtet. Übrigens,  in der Landesliga Hammonia wurden von den acht angesetzten Partien nur zwei ausgetragen. Also richtige Wahl getroffen.

Die richtige Entscheidung hatte auch der Vorstand des Hamburg-Eimsbütteler-Ballspiel-Clubs getroffen, indem er Poen Alarcon zum Trainingsverantwortlichen machte und Tom Woltemath freisetzte. Seit vier Spielen ist er nun dort und hat schon 6 Punkte geholt, sodass der HEBC nun mit Platz 11 nun nicht mehr auf einem Abstiegsplatz steht, da das besuchte Spiel gewonnen wurde. Aber direkte Konkurrenten, wie z. B der SV Blankenese, haben noch zwei Spiele weniger auf dem Tableau stehen. Eines der ausgefallen Spiele des HEBC war übrigens die Auftaktpartie gegen den FC Süderelbe, was der HFV erst als Niederlage für den HEBC gewertet hat, da die Mannschaft staubedingt zu spät zum Spiel erschien. Die Spieler joggten zum Spielort und kamen trotzdem zu spät. Dieses Spiel wurde nun aber vom Verband neu im Dezember terminiert. Süderelbe war auch der heutige Gegner, sodass das Rückspiel vor dem Hinspiel stattfand.

HEBC steht, und steht, und steht, und steht im Stau, nachzulesen bei Hafo.de

Hier noch ein Interview mit Elbkick.tv mit dem neuen Trainer. Schön finde ich dabei seine Aussage, dass der HEBC genauso zum Hamburger Amateurfußball gehört wie St. Pauli oder der HSV. Von Minute 2.30 bis 2.45 des Interviews. Schöne Vorstellung, die mir als Glubberer und AFCler gefallen würde.

Der Reinmüller-Platz ist an drei Häusern von Mehrfamilienhäusern eingeschlossen und der Zugang erfolgt über die Tornquiststraße. Ob es zu Beeinträchtigungen des Spiel- und Trainingsbetriebes durch die Anwohner kommt weiß ich nicht. Persönlich kann ich solche Auflagen seitens des Bezirkes nicht nachvollziehen, denn die Vereine erfüllen ja auch kostenfreie Sozialarbeit für die städtischen Bezirke. Eine Nutzung der Anlage bis 22 Uhr sollte möglich sein, da die Trainer meist ehrenamtlich im Jugendbereich tätig sind und selbst einer Beschäftigung nachgehen und die Bebauung erst nach und nach im Zuge von Verdichtung an die Sportstätten herangewachsen ist. Bitter ist auch das Beispiel des Marienthal-Stadions, wo der SC Concordia seine Heimspiele bis vor einem Jahr ausgetragen hat. Aufgrund des Unterhalts hat man sich von dort zurückgezogen. Dort sollen jetzt eigentlich Mehrfamilienhäuser entstehen, was aber die Anwohner dort verhindern wollen, da sich der Charakter des Viertels ändert, da bisher dort überwiegend Einfamilienhäuser anzutreffen sind. Nur so viel aber am Rande.

KnolleApropos Rand. An den beiden Geraden befinden sich dreireihige Stufen aus dem Platzmaterial, nämlich Grand, welche durch Betonplatten gestützt werden. An den beiden Stirnseiten hinter den Toren befinden sich jeweils das Sportheim und eine Art Baumarkt-Gartenlaube, aus der das freundliche Personal den Verkauf organisiert. Vor den anfliegenden Bällen bei Torschüssen wird man durch einen schon ziemlich ausgebeulten Maschendrahtzaun geschützt. Leider habe ich es verpennt ihn zu fotografieren, denn das finde ich ziemliche sehenswert. Dort gibt es denn Kaffee für günstige 80 Cent zu haben. Belegte Schrippen-Hälften mit Käse und Mettwurst kosten 1 Euro. Bier, was sonntagvormittags eher nicht so mein Fall ist, gibt’s in der Flasche für 2 Euro und man kann sich zwischen Becks, Krombacher und der Holsten-Knolle entscheiden. Das Foto entstand übrigens nach 12 Uhr.

Nun aber zur Bratwurst, welche über einem Rost mit Gas verbrannt wird. Warum aber unter dem Rost sich noch Holzkohle befindet erschließt sich mir nicht, denn die Hitze liefert das Gas. Oder sind es nur angemalte Steine? WurstMan zahlt für die Bratwurst an der Gartenlaube 2 Euro und es gibt ja Brötchenhälften. Also fragte ich nach einem Brötchen zur Wurst statt den Toastbrotdreiecken und ich war sofort als Gourmet enttarnt. Fragte brav nach dem Aufpreis für die Schrippe, welcher negiert wurde. Das Weizenbrötchen wurde dann nach Wunsch zu ¾ aufgeschnitten und übergeben, was ich zum Brater weiterreichte. Der meinte es gut und knickte die gut gebräunte Schweinsstange ungefragt. Die Bratwurst ist gebrüht, dünn und augenscheinlich auch vom Großschlachter aus Hamburg, der auch den HSV und den FC St. Pauli „exklusiv“ beliefert. Leider. Das Brötchen scheint vom Samstag gewesen zu sein. Dabei lasse ich etwas Nachsicht walten, denn Anpfiff war Sonntagfrüh um 10-45, wo sich ein normaler Fußballfan über die Auftritte der Fußballexperten bei Dopa auf Sport 1 aufregt. Ich schau lieber Fußball anstatt der durchaus umfangreichen Nachberichterstattung auf den diversen Fernsehsendern zu folgen. Der Senf kommt von Kühne, Marke „Mittelscharf“ und steht in der Quetscheflasche bereit. Geschmacklich ist die Wurst so wie man es von Hamburg erwartet und wird durch ein kostenfreies Samstagsbrötchen auch nicht aufgewertet. Vergebe aber trotzdem etwas mehr als den Hamburger Bratwurstdurchschnitt, denn mit dem Brötchen ist das schon mal ein guter Ansatz und auch das Personal ist extrem unterhaltsam. Außerdem gibt es Knollen, denn der Gerstensaft wird nicht in Plastikbecher umgefüllt, sodass ich auf die Hälfte von 5 möglichen Sternen komme.

(2.5/5)

Eimsbüttler SeenplatteFußball wurde auch noch gespielt, jedoch rollte der Ball auf Grund der Eimsbüttler Seenlandschaft unter erschwerten Bedingungen. Die Jungs von Süderelbe verloren immer wieder die Bälle beim Spielaufbau nach vorne, was HEBC immer wieder zu Chancen kommen ließ. Diese wurden nicht genutzt, sodass es mit 0:0 in die Pause ging. Dabei war jedoch ein Lattentreffer nach Direktabnahme nach Ecke. In der zweiten Halbzeit flogen schiedlich, friedlich jeweils ein Spieler von beiden Teams nach Gerangel, warum auch immer, vom Platz. Kurz darauf fiel das 1:0 für die “Hamburger Lilien” und das 2:0 für den HEBC fiel nach scharfer Hereingabe durch ein Eigentor eines Süderelbers, da ihm der Ball ans Schienbein sprang. Für weiteres Interesse am Spiel verweise ich an die Spielberichte von den Profis, welche ich verlinkt habe.

Links:

HEBC-Fußball

FC Süderelbe

Meinung HEBC zum Kick

Spielbericht auf HAFO

Spielbericht auf Fußball Hamburg

Autor: M.Dittmann
Datum: Donnerstag, 18. November 2010 23:00 | Dieser Artikel wurde 874mal gelesen
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