Die Ostalbwurst bei Normannia Gmünd

normanniagmuendWährend meiner vierwöchigen Exkursion in der schwäbischen Exheimat durfte natürlich nicht auf eine Stipvisite des dortigen Amateurfussballs verzichtet werden. Schließlich wollte ich mich immer schon mal selber davon überzeugen, dass die Wurst im Süden besser als die im Norden ist. So fand ich mich am 11. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg zur Begegnung des heimischen 1. FC Normannia Gmünd gegen die TSG 62/09 Weinheim ins dortige Jahnstadion ein. Kennern dürfte der Gast noch als Bayernschreck der Saison 1990/91 bekannt sein, als der damalige FV Weinheim den Rekordmeister mit 1:0 aus dem DFB-Pokal verabschiedete. Nichtsdestotrotz waren die Rollen des Favoriten und des Aussenseiters vor der Partie klar verteilt. Während die heimische Normannia nach dem 10. Spieltag mit 17 Punkten auf dem 4. Tabellenplatz lag, mussten sich die Gäste mit 6 Punkten und dem damit verbundenen 18. und vorletzten Platz begnügen.

PA020023Bei spätsommerlich angenehmen Temperaturen fanden sich (offiziell) 408 Zuschauer ins im Volksmund auch als Schwerzer bekannte Jahnstadion ein. Rein zahlenmäßig befindet sich der Normannia-Anhang somit auf dem von der heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn gewohnten Niveau, nur stimmungstechnisch war die Atmosphäre eher als zurückhaltend zu bezeichnen. Leider bot die Partie aber auch keinen großen Anlass für extaseähnliche Stimmungsbekundungen. Nur schwerlich konnten die Gastgeber ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Während die Heimmannschaft das Spiel machte, genügte es den Gästen sich auf die Defensive zu beschränken. Zwingende Torchancen waren rar gesät, bis der eingewechselte Faruk Civelek in der 71. Minute das spielentscheidende 1:0 erzielte.

PA020018Die Halbzeitpause wurde zum Wursttest genutzt. Die Wahl fiel auf das ‚schwäbische Nationalgericht‘, die klassische Rote. Gebraten auf dem Gasgrill und gereicht im Brötchen. Als ‚Beilage‘ konnte zwischen Ketchup und Senf aus der Quetschflasche gewählt werden. War das Niveau der Oberligabegegnung überschaubar, konnte die Verpflegung auf ganzer Linie überzeugen. Gut durchgebraten, nicht zu fettig und knackig im Biss. Kleiner Wermutstropfen am Rande: das Getränkeangebot ist noch ausbaufähig. Statt dem obligatorischen Stadionbier gab’s nur Biermixgetränke aus der Glasflasche.

(4/5)

Während meiner vierwöchigen Exkursion der schwäbischen Exheimat
durfte natürlich nicht auf eine Stipvisite des dortigen Amateurfussballs
verzichtet werden. Schließlich wollte ich mich immer schon mal selber
davon überzeugen, dass die Wurst im Süden besser als die im Norden
ist. So fand ich mich am 11. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg
zur Begegnung des heimischen 1. FC Normannia Gmünd gegen die TSG
Weinheim ins dortige Jahnstadion ein. Kennern dürfte der Gast noch als
Bayernschreck der Saison 1990/91 bekannt sein, als der damalige FV
Weinheim den Rekordmeister mit 1:0 aus dem DFB-Pokal verabschiedete.
Bei spätsommerlich angenehmen Temperaturen fanden sich (offiziell) 408
Zuschauer ins im Volksmund auch als Schwerzer bekannte Jahnstadion
ein. Rein zahlenmäßig befindet sich der Normannia-Anhang somit auf
dem von der heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn gewohnten Niveau,
nur stimmungstechnisch war die Atmosphäre eher als zurückhaltend zu
bezeichnen. Leider bot die Partie aber auch keinen großen Anlass für
extaseähnliche Stimmungsbekundungen. Während die Heimmannschaft
das Spiel machte, genügte es den Gästen sich auf die Defensive
zu beschränken. Zwingende Torchancen waren rar gesät, bis der
eingewechselte Faruk Civelek in der 71. Minute das spielentscheidende 1:0
erzielte.
Die Halbzeitpause wurde zum Wursttest genutzt. Die Wahl fiel auf das
‚schwäbische Nationalgericht‘, die klassische Rote. Gebraten auf dem
Gasgrill und gereicht im Brötchen. Als ‚Beilage‘ konnte zwischen Ketchup
und Senf aus der Quetschflasche gewählt werden. War das Niveau der
Oberligabegegnung überschaubar, konnte die Verpflegung auf ganzer Linie
überzeugen. Gut durchgebraten, nicht zu fettig und knackig im Biss. Kleiner
Wermutstropfen am Rande: das Getränkeangebot ist noch ausbaufähig.
Statt dem obligatorischen Stadionbier gab’s nur Biermixigetränke aus der
Glasflasche

Autor: R.Budde
Datum: Montag, 25. Oktober 2010 16:13 | Dieser Artikel wurde 1,112mal gelesen
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Deutschlandweit, Normannia Gmünd

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Bratwursttests, die diesem Artikel inhaltlich ähnlich sind:

2 Kommentare

  1. 1

    Hey, willkommen im Kreis der Fussballwurst.de-Autoren! Danke für Deinen schönen Bericht. Hier aber auch meine Kritik: Du hättest ruhig noch mehr zum Spiel schreiben dürfen – spielt Faruk Civelek jetzt für Gmünd oder für Weinheim? Das ist erschreckenderweise nicht jedem sofort bekannt. Genauso zur Wurst – war jetzt das mangelhafte Getränkeangebot schuld an “nur” 4 statt 5 Sternen?
    In diesem Sinne, keine Scheu vor ein paar zusätzlichen Sätzen und längeren Artikeln. Gruß Toby!

  2. 2

    Danke für deine konstruktive Kritik! Faruk Civelek spielt beim 1. FC Normannia Gmünd. Meine Wertung hat sich allein auf das kulinarische Angebot bezogen. Das mit dem mangelhaften Getränkeangebot habe ich nur geschrieben, weil es doch eher ungewöhnlich ist, dass man in ‘nem Stadion kein Pils aus Plastikbechern, sondern Mixgetränke aus Glaasflaschen bekommt. Der nächste Artikel wird dann auch länger. Gruß Ramon

Kommentar abgeben