Toastlos in Oststeinbek

Oststeinbeker SVEs ist zwar schon etwas her dass Altona 93 beim Oststeinbeker SV spielte, aber manchmal hat man etwas weniger Zeit für die Bratwurstbloggerei, da man auch noch andere Verplichtungen jenseits des Fußballplatzes hat, sodass die Schreiberei etwas zu kurz kommt. Aber nichts desto trotz wurden zwar  dank früher Antstoßzeiten oder des Oddset-Pokals weiter fleissig Spiele von mir besucht, aber es waren Vereine die wir schon hier im Angebot haben und bei denen sich die Bewirtungssituation kaum verändert hat.

So war ich zum Beispiel zweimal bei den Zehnern an der MBA. Einmal zum Ligaaufftakt gegen den abgestiegenen SV Lurup, welchen Teutonia 10 zwar mit 0:1 verlor. Aber die Punkte blieben wohl  trotzdem an der Max-Brauer-Allee da die Luruper einen Spieler einsetzten, der noch nicht spielberechtigt war. Auch beim Drittrundenspiel gegen den ETV war ich dort, da ich mir mehr dort erhoffte von der Partie meines AFC gegen SC Sperber und der Anstoß 90 Minuten früher war. Die Partie war ausgeglichen, denn was der ETV an spielerischer Überlegenheit hatte glichen die Teutonen mit Kampf und geschicktem Stellungsspiel aus, sodass es nach 90 Minuten mit 1:1 in die Verlängerung ging.  Dämlich nur, dass ein Stürmer der Zehner nach Schwalbe in der letzten Minute mit gelb-rot vom Platz musste, sodass Teutonia die weiteren 30 Minuten zu zehnt war. Da freut sich zumindest die Mannschaftskasse der Ottensener, denn die gelbe Karte gab es in der ersten Halbzeit fürs Meckern. In der Verlängerung gab es keine weiteren Tore, sodass  über Elfmeterschießen der Sieger ermittelt werden musste. Das gewann der ETV dann mit 4;2 gegen den Ligakonkurrenten.  Altona gewann das Spiel in Alsterdorf gegen den in die Hansastaffel umgruppierten SC Sperber mit 4:0.  Beim Zweitrundensieg des AFC gegen HBEC mit Anwesenheit geglänzt. Außerdem das Wochenende kurz zuhause gewesen, wo ich wie im sechsten Jahr in Folge die Auftaktniederlage meines Heimatvereins, der DJK Unterspiesheim gegen den FC Augsfeld erlebten musste.

Also gut unterwegs gewesen, nun aber von Unterfranken über die Hamburger Landesgrenze nach Schleswig-Holstein nach Oststeinbek mit Bus ab Mümmelsmannberg bis zur Haltestelle Oststeinbek Ort, wo man nach zirka 10 Minten Fußweg den  Kunstrasenplatz des SV erreicht. An der Kasse gezahlt findet sich nur eine Spezialausgabe der Bergedorfer Zeitung über die Amateurvereine aus Osthamburg dort.  Gegen Gebühr, versteht sich, konnte man sie entgegennehmen. Die Stadionzeitung vermisst man dort und wurde aber später am Getränke- und Grillstand enddeckt.  Es ist ein normaler Fußballplatz mit Banden und eine Beschreibung lohnt nicht.

Beim Ossteinbecker SV sind eine Reihe von ehemaligen AFCern in der Mannschaft vertreten, so zum Beispiel der Torwart Maxi Hinterkopf, der über Lübeck den Weg zurück in die Hamburgliga fand, da er sich nicht durchsetzen konnte. Interessant ist ein Interview mit ihm bei Sport Nord aus dem Jahr 2008, wo er als dritter Torwart bei uns in einem Interview verkündete, dass er Profi werden möchte. Damals war er 19 und ich hoffe, dass er es mittlerweile etwas anders sieht, zumal er gegen uns an jenem Spiel  viermal ins Netz greifen musste. Die Oststeinbeker trafen dagegen überhaupt nicht. Das Spiel gewannen wir also mit 4:0.  Für weitere Infos zum Spiel verweise ich auf die diversen Spielberichte.

Schön war ein Plausch mit Andreas Brück, der mittlerweile beim Torgelower Greif angeheuert hat. Hier  ist ein ausführliches Interview mit ihm bei Elbkick-Tv und der Mopo, wobei ich die Vermutung habe, dass die Mopo das Elbkick-Interview einfach nur etwas gekürzt hat. Ähnliche Fragen und Antworten. Anlass für die Gespräche war natürlich das bevorstehende Pokalspiel seines Greifs gegen den HSV.

WurstDie Oststeinbecker erwarteten einen Rekordbesuch und so ist es peinlich, wenn in der Halbzeit weiteres Bier organsiert werden musste, was dann auch warm in den Verkauf kam.  Warmes Köpi für 2 Euro ist kein Genuss. Außerdem ging das Toastbrot aus, mit dem die Industriewurst ergänzt werden sollte. Diese wird über Gas zubereitet. Dazu gibt es Senf von Aromac aus der Quetschflasche. Auf Gefeilsche zwecks Preisnachlass wegen der fehlenden Sättigungsbeilage wurde verzichtet. Was kosten nochmal ein Pfund Toastbrot ? Hätte vermutlich 5 Cent gebracht.

Normalerweise vergebe ich für Industriewurst mit Toast immer 2,5 Sterne, da es in Hamburg Standard ist. Der OSV bekommt dies aber nicht, da der Toast aus und das Bier warm war, sodass es nur 1,5 Sterne für den Industriescheiß gibt. Gekostet hat der Mist 2 Euro. Mich würde mal interessieren was die Fußballgriller ihren Gästen bei privaten Fleischverbrennungen so anbieten. Naja, wenigstens sind die Steinbeker gastfreundlich und ließen  uns die Punkte zurück mit nach Altona nehmen.
(1.5/5)

Außerdem findet sich eine Naschi-Tüte für 50 Cent im durchaus reichhaltigen Angebot.

Links

Oststeinbeker SV

Das meinen die Oststeinbeker zum Spiel

Spielbericht auf Hafo.de

Spielbericht auf Fußball Hamburg

Oststeinbeker SV gegen Altona 93 (Bilder)

Teutonia 10 gegen SV Lurup (Bilder)

Autor: M.Dittmann
Datum: Sonntag, 15. August 2010 12:15 | Dieser Artikel wurde 912mal gelesen
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Ein Kommentar

  1. 1

    Oststeinbek. Nur mit “k” am Ende. Torhüter Hinterkopf ist übrigens schon wieder weg aus Oststeinbek. Nach Gegentoren en masse, hat man sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Seltsam, beim VfB Lübeck in der Rückrunde hielt er als Statthalter des verletzten Stammkeepers bravourös. Und jetzt soll’s nicht mal mehr für Oststeinbek reichen?

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