Elster schlägt Schwan – Der Pokalkampf in Barsbüttel

Barsbütteler SVFreitagabend ging es über Wandsbek Markt mit dem Bus 263 bis zur Haltestelle Soltausredder nach Schleswig-Holstein, um dem Erstrundenspiel des Oddset-Pokals Barsbütteler SV gegen Bergedorf 85 beizuwohnen. Die Barsbütteler spielen in der Hamburger Bezirksliga Ost, während die Bergerdorfer in der Oberliga angesiedelt sind. Ein Duell also, klein gegen groß, wobei das Überraschungspotential bei 70% eingestuft wurde.  Warum im Vereinswappen der Barsbütteler ein Schwan zu sehen ist, war nicht herauszufinden und vielleicht kann einer der Leser mit einem Kommentar die Sache aufklären.

Dort angekommen wurde man erst mal darauf hingewiesen, dass der Eingang ums Eck am Parkplatz ist. Also wurde umgekehrt vorbei an der Schwimmhalle und Sportheim des Vereins zum Einlass, wo man die oberligaüblichen 5 Euro entrichtet. Eine Stadionzeitung gab es keine. Der Hauptplatz war noch nicht hergerichtet. Es ging etwa 50 Meter weiter zum Kunstrasenplatz, wo sich hinter dem Tor der Verkaufswagen befand. Dort wurde Bier von Köpi für 1,80 Euro in der kleinen Glasflasche und Franziskaner Hefeweizen für 2,30 Euro im Glas ausgeschenkt. Außerdem gab es Becks Gold für 2,00 Euro. WurstAußerdem Softdrinks aus der Dose für 1,20 Euro und Heißgetränke für 1 Euro Zum Verzehr wurden dort Frikadellen und Pommes für 1,50 Euro angeboten. Warum aber für den Ketchup und die Mayo ein Aufpreis von 20 Cent verlangt wurde kann man nicht nachvollziehen, denn Pommes Natur schmeckt nicht.  Außerdem gab es wie erwartet die Industriewurst auf Pappe mit Toast und Senf unbekannter Marke.  Zu haben ist der Fußballeinheitsprengel für 1,80 Euro und ich weigere mich ihn zu umschreiben. Preislich ist es er im Mittelfeld angesiedelt. Vermutlich werde ich mich nach der Winterpause radikalisieren und bringe meine eigenen Bratwürste mit zum Hamburger Amateurfussball, um sie von den Servicekräften zubereiten zulassen.  Für den üblichen Industriescheiß beim Hamburger Fußball vergebe ich 2 Sterne, aber für die Glasgebinde gibt es noch einen Extrastern, sodass es 3 sind.

(3/5)

Amüsiert waren die Bergedorfer Spieler darüber, dass es keine Ersatzbänke am Trainingsplatz gab, sodass sie sich auf dem Kunstrasen hinsetzen mussten.  Vor uns waren noch einige Meiendorfer Fußballschüler, die frenetisch die Elstern anfeuerten, da sie gerade bei einem Spieler aus Bergedorf die Fußballschule besucht haben.

Das Spiel war das, was wir erwartet haben: Ein beherzter Pokalfight,  in dem der Underdog aus der Bezirksliga den Oberligisten rauskegeln hätte können, denn Barsbüttel ging in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung, was Bergedorf doch noch zur Halbzeit egalisiert, sodass es mit 1:1 zum Pausentee ging. Nach der Pause hatten beide Teams noch Torchancen, die aber ungenutzt blieben, sodass es in die Verlängerung ging, dort setzte sich dann schließlich doch der Oberligist durch und traf noch zweimal.

Auf die Verlängerung war man in Barsbüttel nicht eingestellt, denn das Bier ging aus. Außerdem waren wohl nur 12 Weizengläser im Umlauf, die hoffentlich alle wieder zurück zum Verkaufswagen kamen. Wegen dem Biernotstand ziehe wieder einen Punkt ab, sodass es wieder nur 2 Sterne werden.

(2/5)

Links

Barsbütteler SV

Sportnord

“Beinahe wäre ein weiterer Oberligist an einem Bezirksligisten gescheitert: Der FC Bergedorf 85 kam beim Barsbütteler SV (Ost-Staffel) erst in der Verlängerung zu einem 3:1-Sieg. Der neue BSV-Coach Oliver Zapel  konnte sich bei seinem Pflichtspiel-Debüt über eine hervorragende Leistung seines Teams und die 1:0-Führung (30.) freuen, doch kurz vor der Pause glich der neue 85-Stürmer Erdinc Örün aus. In der zweiten Halbzeit hätten beide Teams den Siegtreffer erzielen können: Die Barsbütteler nutzten einige Konter-Gelegenheiten nicht, während Fatih Gürel mehrere Chancen für die favorisierten „Elstern“ vergab. In der Verlängerung besaß die Elf von 85-Trainer Manfred Nitschke dann die bessere Kondition: Erneut Örün und Gürel schossen den 3:1-Sieg heraus.”

Autor: M.Dittmann
Datum: Sonntag, 25. Juli 2010 11:48 | Dieser Artikel wurde 719mal gelesen
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Ein Kommentar

  1. 1

    Statt Brötchen zur Wurst gibts ‘n halbes Brot im Glas. Das nenn ich originell. Und das man der zahlenden Kundschaft zutraut, das Gefäß nicht als Waffe bzw. Wurfgeschoss zu verwenden gibts in Hamburg leider viel zu selten – schönes liberales Schleswig-Holstein!

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