Toastbrot never dies! Leider auch in Stade bei Güldenstern

Güldenstern Stade Mittwochabend vor einer Woche ging es mit der S3 zur Endhaltestelle südlich der Elbe mit Zuschlag gen Stade. Nördlich der Elbe am S3-Ende spielt der VfL Pinneberg mit einer sehr netten Anlage. In Stade war das Qualifikationsspiel zur eingleisigen Niedersachsenliga angesetzt. Gespielt wird in zwei Gruppen, bestehen aus zwei Meistern der Bezirksoberligen und zwei Teilnehmern aus den beiden Niedersachsenligen Ost und West. Die beiden Meister aus den niedrigen Berzirksoberligen haben jeweils zwei Heimspiele. Die Relegationssteilnehmer aus der höheren zweigleisigen Niedersachsenliga haben jeweils nur ein Heimspiel.  Stade spielte in der Oststaffel und beendete die Runde als zehnter, sodass man in die Relegation für den Erhalt der Fünftklassigkeit musste.

Hansa Lüneburg, welche auch mal in der Saison besucht wurden, erreichten die direkte Qualifikation für die eingleisige Staffel. Für die eingleisige Staffel qualifizierte sich auch der langjährige Zweitligist SV Meppen, die Kickers aus Emden, denen letztes Jahr die Lizenz für die dritte Liga entzogen wurde und der mehrfach an der Relegation gescheiterte VfB Oldenburg. Wegen des enttäuschenden Abschneidens der Oldenburger wurde der langjährige Trainer Joe  Zinnbauer, ein Franke, durch Torsten Fröhling, unseren ehemaligen AFC-Trainer, ersetzt.  Wünsche ihm auf diesem Wege mehr Erfolg als Zinnbauer, um endlich die vom VfB Oldenburg gewünschte und von der Infrastruktur möglichen Aufstiege zu schaffen. Generell ist die neue eingleisige Niedersachsenliga zu Hamburg eine gute Alternative für dein gepflegtes Spiel bei den Ballamateuren.

Nach der Relegationsrunde qualifizieren sich die beiden ersten aus den beiden Gruppen direkt für die neue Oberliga. Die jeweils dritten tragen ein Relegationsspiel auf neutralem Boden aus. Der Sieger ist ebenfalls fünftklassig. In Zahlen bedeutet das, dass fünf von acht Vereinen den Sprung in die neue Staffel schaffen! Wie ich finde hätte man die Quali-Runde auch irgendwie spannender gestalten können, wenn sich fünfachtel der Vereine die sportliche Reife schaffen.

In Stade ging´s vom Bahnhof zu Güldenstern. Ausgeschrieben ist es nicht direkt. Man folgt der Beschilderung zum Solemio, dem Stader Spaßbad, welches sich am Stadion befindet. Dieses erreicht man nach zirka 15 Minuten Fußweg.  TuS Güldenstern Stade bezieht sich auf eine Bastion namens Güldenstern aus Stade.  Eintritt zahlt man für das Relegationsspiel 6 Euro. Reduziert sind es 2 Euro. Dort liegt auch die kostenfreie und informative Stadionzeitung aus. In dieser wird die Geschichte und Erfolge des heutigen Gegners Arminia Hannover erzählt, auf die ersten Relegationsspiele  von Arminia und Güldenstern eingegangen und weiteres Rund um den Güldenstern erzählt. Alles in allem recht unterhaltsam und mit einer erträglichen Zahl an Verkaufshinweisen. Schon mal sehr gelungen die Liga-Info, wie das Heft sich nennt.

TribüneDas  Grün präsentierte sich in einem sehr guten Zustand und wird leider von einer Kunststoffbahn umschlossen, sodass man recht „weit“ vom eigentlichen Spielgeschehen das Spiel betrachten muss.  An drei  Seiten befinden sich leichte Rasenstufen. An der Hauptseite befindet sich auch die Tribüne, wo Toiletten und die Stadiongaststätte untergebracht sind.  Davor befinden sich jeweils zwei Grill- und Getränkestände. Dazu aber später mehr.  Über eine Treppe geht’s nach oben und man erreicht die Holzbänke.  Zu Beginn des Spiels waren dort an der Treppe die Arminia-Fans zu finden, welche während des Spiels umgezogen sind. Die Güldenstern-Fans  feuerten Stade das komplette Spiel von der rechten Tribünenseite an.  Aufgefallen sind mir zudem auch einige Vuvuzelas, vermutlich aus der Jugendabteilung, die aber nicht im Dauereinsatz waren und nur gelegentlich zum Einsatz kamen. So sind die Tröten erträglich.

WurstEin weiterer Wurststand befindet sich an der Gegengerade. Dort wurde auch die Bratwurst verzehrt.  Zubereitet wird die dicke, mittellange Bratwurst über einem Gasrost. Andere Wurstspezialtäten  vermisst man.  Es genügt. Schinkenwurst und Krakauer brauche ich nicht beim Fußball. Den Grill kann man gut einsehen, sodass man sich die Wurst mit Wunschbräunung bestellt. Im Testfall wurde eine Braune ohne Brandmarken gewählt. Serviert wird der Prengel auf der Pappe mit angebauter Klemme.  Dazu gibt es wie immer das nie aussterbende Toastbrot, welches vor dem Grill positioniert ist. Toastbrot never dies in Norddeutschland.  Dann noch der Senf unbekannter Marke mit dem Löffel auf die Pappe geklatscht. Der steht neben  Ketchup aus einem Eimer zur Entnahme bereit. Leider sind das ausgediente Salateimer, in welche die Saucen umgefüllt wurden.  Senf ist etwas schärfer, was ich persönlich mag. Die Wurst ist sehr, sehr lecker. Fein und gebrüht und kommt aus Stade! So hat man es gerne. Schön zeigen was man hat und keine Industriewurst aus Hamburg. Die mehrfache Frage nach dem leckeren Senf konnte nirgends beantwortet werden.  Für 1,80 Euro ist das dicke Ding im Verkauf und bekommt von mir vier Punkte.

(4/5)

Außerdem sind an zwei der drei Gillstände auch Getränkeausgaben mit angebracht, sodass man sich nicht doppelt anstellen muss, um sich zu versorgen. Im Ausschank ist gezapftes Becks für 2 Euro im 0,3-Liter-Kunsstoffbecher. Alkoholfreies im gleichen Becher kostet 1,50 Euro. Im Sportheim unterhalb der Tribüne kann man sich vermutlich auch gut versorgen. Dem wurde beim Spiel aber nicht nachgegangen.

Nun noch kurz zum Spiel, welches Güldenstern verdient, auf Grund einer schwachen Leistung der Arminen, mit 2:0 vor über 1.100 Zuschauern gewann. Die Arminen-Abwehr war löchrig. Mehr als peinlich waren die beiden Treffer der Stader für die Arminen. Das 1:0 vor der Pause ging auf die Kappe des Torwarts, der den Ball an der Fünfer-Grenze vor die Füße eines Stader faustete. Der hatte keine Probleme den Fünftligisten in Führung zu schießen. In der zweiten Halbzeit stolperten die Arminen in der Abwehr weiter, sodass es folgerichtig zu weiteren Großchancen kamen, die dann nach Patzer eines Abwehrspielers zum 2:0 für Stade genutzt wurden. Arminia Hannover war an dem Tag mit dem Güldenstern aus Stade völlig überfordert, so dass es mit einer Niederlage im Gepäck in an die Leine zurück ging. Für Pulsanstieg war nur die Armina-Abwehr und nicht aber der Sturm verantwortlich an jenen Mittwochabend. Wer mehr über das Spiel wissen will, unten steht weiteres.

Das entscheidende Duell am Samstagnachmittag gegen den Lokalrivalen SC Langenhagen gewann Arminia dann mit 2:1 und machte die Quali für die eingleisige Oberliga Niedersachsen perfekt. Glückwunsch nochmal von hier an dieser Stelle zum Erreichten.

Links

TuS Güldenstern Stade e.V

SV Arminia Hannover e.V.

Das meint Arminia zum Spiel in Stade

Oberliga-Aufstieg perfekt! Arminia Hannover

Das meint das Abendblatt

Autor: M.Dittmann
Datum: Mittwoch, 16. Juni 2010 20:23 | Dieser Artikel wurde 1,306mal gelesen
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5 Kommentare

  1. 1

    Danke auch für diesen Bericht, großer Vorsitzender!
    Oh man, haben die sich echt mit dem Toast den 5er versaut, oder was?
    Und yeah! Der erste Wurttest mit Vuvuzelas – bin mal gespannt, in welchem Umfang die Dinger im nächsten Jahr in die deutschen Stadien gelangen…

  2. 2

    Klingt lecker. Und sehr faire Preise. Aber deswegen jeden Samstag mit Metronom & Co. in die Pampa gondeln???

  3. 3

    Man gondelt da natürlich nur hin, wenn es ein interessantes Spiel gibt ;-)

  4. Thorsten Fröhling
    Samstag, 12. März 2011 15:22
    4

    Sehr geehrter Herr Dittmann,

    Sie haben hier …
    http://www.fussballwurst.de/tag/thorsten-frohling/
    … über den Fußballer Torsten Fröhling geschrieben, einen Namensvetter
    von mir. Leider ist Ihnen dabei ein Fehler unterlaufen, denn Sie haben
    seinen Vornamen mit “Th” geschrieben. Tatsächlich heißt der von Ihnen
    gemeinte Sportler aber Torsten Fröhling.

    Woher ich das so genau weiß? Ganz einfach: Ich bin der “echte” Thorsten
    Fröhling.

    Mit freundlichem Gruß,

    Thorsten Fröhling.
    mailto:thorsten.froehling@gmx.de

  5. 5

    korrigiert.

    Danke für den Hinweis, Thorsten Fröhling :-)

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