Paloma-Heimspielwurst bei Victoria Hamburg
geschrieben von T.Weber am Freitag, 30. April 2010 17:03
Auch wenn es an der Hoheluft für Victoria Hamburg das 24. und für den USC Paloma das 26. Spiel in der Hamburgliga in dieser Saison war, zählte man am Freitag, den 16.4., bereits den 29. Spieltag. Die Nachwirkungen des Winters sorgen also für eine nach wie vor stark zerklüftete Tabelle, die aber dennoch zwei Dinge über die beobachteten Vereine verrät. Victoria kann zwar noch nicht die Meisterschaft feiern, ist aber auf einem sehr guten Weg den Titel zu verteidigen, trotz etwas schwächerer Auftritte im Kalenderjahr 2010. Die Tauben können dagegen dank einer besonders starken Phase seit dem Jahreswechsel frühzeitig mit einem weiteren Jahr in Hamburgs höchster Spielklasse planen. Es versprach also ein interessantes Spiel zu werden und dazu eine gute Gelegenheit endlich einmal die Bratwurst des Hamburger Serienmeisters einer Bewertung zu unterziehen. [...]
Thema: Hamburg, SC Victoria | Kommentare (4) | Autor: T.Weber
Am 08.04.2010 war es soweit und nachdem ich bereits in den „Genuss“ kam, die Eindhovener Wurst der EL-Zwischenrund zu testen, bereitete der HSV die Gelegenheit im Viertelfinale in Lüttich vorbeizutesten. Im Achtelfinale zitterte sich der HSV im furiosen Rückspiel (3:4) gegen den Lütticher Ligakonkurrenten RSC Anderlecht weiter. Großer Kampf meinen die Einen, Abwehr-Krampf die Anderen. Standard Lüttich dagegen konnte bisher als eine Art Überraschungsmannschaft der diesjährigen Europacup-Saison herhalten. Nachdem in der Gruppenphase durch einen schier unglaublichen Ausgleich in der Nachspielzeit durch Torwart Sinan Bolat gegen den AZ Alkmaar die Zwischenrunde in der Europa League erreicht wurde, konnte dort zunächst die zuvor ungeschlagene Retortentruppe von RB Salzburg und sodann mit zwei Siegen der soeben frisch gekürte griechische Meister Panathinaikos ausgeschaltet werden.
fussballwurst.de mal wieder unterwegs im fußballeuropäischen Ausland. Nach Schottland, Spanien und den Niederlanden diesmal mit einem Bericht aus der Türkei. Eine türkisch-deutsche Hochzeit führte mich Anfang April nach Istanbul, in die Stadt auf zwei Kontinenten. Ein Studium des Spielplans der türkischen Süper Lig ergab, dass auch der Besuch eines der Heimspiele der gegenwärtig fünf Istanbuler Erstligavereine in den Zeitplan passen sollte. So machten wir uns am Samstag abend zu dritt in Richtung des sehr zentral gelegenen Inönü-Stadions von Beşiktaş Istanbul auf.
Ein Dienstagabend Mitte April. Viertelfinale im Hamburg-Pokal. Altona 93 muss beim Bezirksligisten Camlica Genclik antreten. Allein die Höhe des Sieges scheint heute offen zu sein, schließlich trennen die Teams zwei Spielklassen. Austragungsort ist die Wolfgang-Mayer-Sportanlage in Stellingen. Eine Handvoll fussballwurst.de-Experten ist bereits anwesend, als ich pünktlich zum Anpfiff am Grandplatz ankomme. Etwa 100 Altonaer unterstützen ihre Mannschaft – der Gastgeber bringt sicher noch einmal soviele Zuschauer mit. Und so wird zweisprachig angefeuert. “Camlica” ist ein Ostistanbuler Stadtteil und Genclik bedeutet “Jugend”. 2001 wurde der türkische Migrantensportverein unter dem Namen “Club-Camlica Jugendtreff” gegründet. Die Mannschaft belegt den vierten Platz in der Bezirksliga und kämpft heute von Anfang um die Sensation. 
Sonntagnachmittag stand ich vor der Frage, ob ich einem Spiel um die goldene Ananas des AFC gegen Eintracht Norderstedt auf der AJK beiwohnen soll. Denn Altona 93 ist gesichert und der kommende hamburger Oberligameister, vermutlich Victoria, will aus nachvollziehbaren Gründen nicht aufsteigen. Die Eintracht aus Norderstedt machte einen verfrühten Aprilscherz, als sie die Unterlagen für die Regionalliga einreichte. Tags darauf wurde er aber wieder zurückgezogen. Ich bin kein Vegetarier und so entschied ich mich, den SV Blankenese gegen FC Elmshorn zu besuchen. Da ging es nämlich um die Wurst für beide Vereine. Der SV Blankenese konnte durch einen Sieg mit Elmshorn aufschließen, um weiter mit großen Schritten Richtung Klassenerhalt zu marschieren.
Am letzten Samstagnachmittag ging es mit dem Metronom, dank HVV-Profi-Card ohne Zuschlag, gen Lüneburg um der Partie der Hansa gegen Gifhorn beizuwohnen. Der FC Hansa Lüneburg tauchte national erstmals 2008 im DFB-Pokal in einem Erstrundenspiel gegen den VfB Stuttgart auf, welches der Favorit standesgemäß mit 5:0 gewann. Die Qualifikation erkämpfte sich damals der Lüneburger SK, welcher 2008 mit dem Lüneburg SV zum FC Hansa Lüneburg fusionierte. Gespielt wird im Wilschenbruch-Stadion, welches man nach einem zirka 30-minütigen Fußweg erreicht. Beim ersten Teil der Strecke läuft man vorbei an Bahngleisen durch ein Industriegebiet, was einen stark an die „Großstadtkrokodile“ denken lässt. Die zweite Hälfte des Weges geht es durch eine pflegte Wohngegend bis zum Stadion. 

Wieder mal in Unterfranken bot sich Sonntagnachmittag das Derby Blau gegen Rot in Würzburg an, bevor es mit dem Zug gen Hamburg ging. Die Blauen sind der Würzburger FV, die Roten sind die Kickers, welche seit 1907 als F.C. Würzburger Kickers am Spielbetrieb teilnehmen. Beide Vereine haben schon auf unterschiedlichstem Niveau immer mal wieder gegeneinander gespielt. Zu erwähnen ist die gemeinsame Saison in der zweiten Bundesliga Süd 1977/78, in der man auch “brüderlich” wieder in die Bayernliga abstieg. 


