Der fussballwurst.de-Jahresrückblick 2009

bildschirmfoto-2009-11-07-um-161839Liebe Freunde und Leser von fussballwurst.de. Wir wünschen Euch allen ein frohes neues Jahr. Wir dürfen das auch Mitte Januar noch, denn unser Jahr hat schließlich  noch nicht wirklich begonnen: Im ganzen Land sind die Sportplätze und Stadien tief verschneit. Wer bei diesen Temperaturen Wurst grillen möchte, tut das unter widrigsten Bedingungen (wir wissen wovon wir sprechen). Noch eine lange, kalte Woche bis zumindest die Bundesliga wieder kommt, auf den geliebten Amateurfussball müssen wir leider noch ein paar Wochen länger watren. Was macht man also in diesen trüben Tagen? Für Vorbereitungsspiele, Hallenturniere oder Laola (gibts das eigentlich noch?) auf DSF sind wir zu alt. Steuererklärung? – ist ja noch Zeit… Also bleibt uns nur die Erinnerung an ein tolles Jahr. Wir blicken noch mal zurück auf 2009 – ein tolles Jahr für fussballwurst.de – den Verein zur Steigerung der Bratwurstkultur auf dem Fussballplatz. Viele Würste, viele Autoren und ein paar persönliche Einblicke abseits des Grills. Lest selbst!

Wir haben unsere Autoren gebeten, zu drei Fragen einen kurzen Rückblick zu geben:

1. Wurst des Jahres

Immer auf der Suche nach der perfekten Wurst sollten wir hier alle sofort eine Antwort wissen. Aber sind sich die Autoren einig? Kann nicht auch eine Person zur Wurst des Jahres werden? Und wenn ja, ist das dann eine Beleidigung? Ihr werdet sehen, ein buntes Meinungsbild bei den Autoren, das gerne ergänzt und kommentiert werden darf: Was war Eure Wurst des Jahres?

M. Dittmann meint:

Louis van Gaal, der als Tutengeneral nach Turin reiste und der alten Dame Juve keine Blumen überließ. Somit wurde er wieder zum Tulpengerneral. Drück Ihm die Daumen, um den Landesmeisterpott mit Tulpen zu füllen.

D. Barthel, der Sonnenkönig von Altona 93, der im Januar aus finanziellen Gründen alle Funktionsträger der Regionalliga-Mannschaft entließ.

Die DFL, weil sie wieder die dämlichen Relegationsspiele eingeführt hat. Es genügen doch 34 Spieltage um die Ligareife zu beweisen.

Das Schiedsrichtergespann des Spiels DJK Unterspiesheim gegen TSV Bad Kissingen, da sie den Kissingern durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen zum Klassenerhalt verhalfen.

Der Club, da der Depp – nach einem packenden Spiel und unerwartetem Sieg in Wolfsburg – gegen Freiburg verloren hat.

In der Kategorie “eßbar” war das am Ende des Rennsteiges in Blankenstein. Grob, ungebrüht, über Holzkohle verbrannt, mit frischem Brötchen und Bautzner Senf.

M. Turski meint:

Die Wurst des Jahres habe ich nicht auf einem Fußballplatz, sondern im Garten eines guten Freundes verzehrt. Der Prengel stammte vom Fleischerei-Fachgeschäft Wolfgang Edler aus Porta Westfalica. Ehrliches Handwerk wirklich vom allerfeinsten, das man sich auch auf dem Fußballplatz wünscht. Aber wäre jede Wurst wie diese gäbe es diesen Verein nicht!

S.Doderer meint:

Villinger Pokalwurst – unschlagbar, gerade in Kombination mit dem fußballerischen Erlebnis:
http://www.fussballwurst.de/2009/08/05/die-villinger-pokalwurst/

F. Renz meint:

Meine Wurst des Jahres gehört dem FC Hamm United. Ein toller Schwenkgrill über der Holzkohle – dazu Freibier und nicht zuletzt eine tolle Kulisse im Hammer Park. Das war klasse! Nebenbei: Unser Vorsitzender hatte mit seiner Kontaktaufnahme zu Big Harry den Beginn einer wunderbaren Männerfreundschaft eingeleitet – dachten zumindest alle Hammer Fans:
http://www.fussballwurst.de/2009/05/17/die-bratwurst-der-geachteten/

A.Wiener meint:

Die Wurst des Jahres hab ich beim großartigen Kreisligaspiel UT Kiel – Süd Kiel 3:3 gegessen. Man musste bei Spielbeginn dem Grillmeister sagen, welche Wurst man in welchem Bräunungsgrad in der Halbzeit möchte. Einfach lecker. Dazu gab es Holsten Edel und Sonnenschein.

S.Beyer meint:

Über die Wurst des Jahres habe ich leider nicht berichtet. Gegrillt wurde sie in Schleswig bei meinem Heimatverein VfR Schleswig. Gute Wurst, Bräunung nach Wunsch und Toast so viel man will. Alles gewürzt mit ner kalten Buddel Flens und dem Blick aufs heimische Altfeld. Udo und Holger, bei Euch schmeckts immer am Besten!

2. Fussballerlebnis des Jahres

Auch wenn es manchmal den Eindruck macht: Wir gehen nicht nur wegen der Wurst zum Fußball! Es gibt auch Bier, frische Luft, man trifft sich und manchmal wird sogar Fußball gespielt. Dabei erlebt man so einiges. Schöne, traurige, kuriose und einzigartige Anekdoten aus dem weiten Rund. Auch hier bitte gerne ergänzen, erweitern oder kommentieren!

M. Dittmann meint:

Der 3:0 Sieg des Clubs in Cottbus, bei einem völlig unnötigen Relegationsspiel, da mir da schon klar war, dass ich wieder im Block des HSV im Stadion im Volkspark zu Altona als Gast verweilen darf.

Der Klassenerhalt der DJK Unterspiesheim in der Bezirksliga 2 in Unterfranken nach dem Aufstieg und nach schlechtem Saisonstart wieder über dem Strich überwintert.

Die überlegene Herbstmeisterschaft der zweiten Mannschaft der DJK Unterspiesheim in der A-Klasse SW 6.

M. Turski meint:

Mein Fußballerlebnis des Jahres bestand aus einer Papierkugel auf dem Rasen des Volksparkstadions. Muss ich mehr sagen? Das schönste Spiel war sicherlich der 1:0-Sieg von Altona 93 über Victoria. Lange Schlangen an den Kassenhäuschen der  Adolf-Jäger-Kampfbahn, gute Stimmung und ein super Spiel. Mit einer guten Wurst wäre alles perfekt gewesen. Ansonsten bleibt sicher der 5:3-Sieg von Borussia Mönchengladbach über Hannover 96 mit drei Hannoveraner Eigentoren in Erinnerung. Aber auch in der Hamburger Oberliga gab es einige Kuriositäten, wie z.B. den Stromausfall auf der AJK beim Ligaspiel gegen Halstenbek-Rellingen und die Spielabsage von Barmbek-Uhlenhorst im Oddset-Pokal.

S. Doderer meint:

Grafites Tor gegen Bayern – ein seltenes Vergnügen im deutschen Fußball.

F. Renz meint:

Selbstverständlich der Einzug des VfB Stuttgart in die Champions League. Man hat es angesichts des aktuellen Tabellenstandes des VfB (16. Platz!) schon vergessen: Aber mein Verein kämpfte am letzten Spieltag der Saison 2008/2009 noch um die Deutsche Meisterschaft! Klar, dass allein dieses Gefühl allen anderen Fußball-Erlebnissen weichen muss! Ein weiteres Highlight waren die beiden tollen Oberliga-Siege von Altona 93 auf unserer geliebten Adolf-Jäger-Kampfbahn gegen den Rivalen Barmbek-Uhlenhorst (3:2) und den (Noch-)Spitzenreiter Victoria Hamburg (1:0).

A.Wiener meint:

Das 1:4 Juventus gegen die Bayern. Butt leitete die Wende durch einen Elfmeter ein. Die Bayern spielten wie zuletzt 1974 oder 2001. Einfach herrlich! An dieser Stelle vielen Dank an den HSV für Olic. Der Sieg machte auf jeden Fall einiges gut was uns 2006 gegen die Italiener passiert ist.

S. Beyer meint:

Leider ein negatives. Das UEFA-Cup Halbfinale gegen unsere Freunde aus Bremen. Die schmerzhafteste Niederlage die ich je im Stadion sehen musste. Wir hatten alles in der Hand und haben alles verloren. Ein Finale nicht spielen zu können ist härter als eins zu verlieren. Und dann gehen die ganzen Touristen in der 80. Minute nach Hause – solchen Leuten kann man nur sagen: Bleibt gleich zu Haus!

3. Persönliches Erlebnis des Jahres

Es ist immer wieder hart, aber wenn die 90 Minuten vorbei sind und der Grill aus ist, gehen wir nach Hause und machen andere Dinge. Wir blicken zurück auf das was uns im zivilen Leben 2009 bewegt hat.

M. Dittmann meint:

Die durchweg leckeren Bratwürste bei meinem Bildungsurlaub auf dem Rennsteig und die Eingangskontrollen beim Betreten des Gästeblocks in der VW-Arena. Die erinnerten eher an einen Flug als an ein Fußballspiel. Deswegen bin ich lieber bei Amateurspielen.

M. Turski meint:

Was das angeht halte ich mich lieber bedeckt. Hamburg bleibe ich aber mindestens für die nächsten zwei Jahre erhalten und damit auch der Hamburger Wurstlandschaft.

S. Doderer meint:

Geburt von Louis – was soll ich dazu sagen???

F. Renz meint:

Auch ich halte mich hier bedeckt. Meine persönliche Anekdote ist daher zugleich der fußballerische Tiefpunkt des Jahres. Selten war ich vom Fußball-Gott so enttäuscht wie nach dem verlorenen OddSet-Pokalfinale im Mai 2009. Altona 93 hätte sich vor der Rekordkulisse von beinahe 3.000 Zuschauern mit einem Sieg für die erste Runde des DFB-Pokals qualifizieren können. Die Aussichten auf den Hamburger SV oder die Bayern aus München haben unseren AFClern die Beine müde gemacht. Die 1:2 Niederlage gegen das deutlich schwächere Team von Concordia Hamburg war folgerichtig – aber eine meiner enttäuschendsten Fußball-Erlebnisse überhaupt. Erst wenige Wochen später – bei der Auslosung des Pokals – wird die Schwere der Niederlage etwas relativiert: Statt den Bayern wäre es “nur” die TuS Koblenz gewesen. Als es zu diesem Spiel kommt, ist die Niederlage fast vergessen und wir beginnen im OddSet-Pokal von vorn – beim SV Barmbek. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel …

A.Wiener meint:

Hochzeit, neuer Job, eben die Dinge die man macht, wenn man nicht im Auftrag des Vereins Wurst auf Fussballplätzen testet.

S. Beyer meint:

2009 war für mich ein neuer Job, eine neue Stadt und sehr viele Verändeungen. Es war nicht immer leicht, aber ich würde es wieder tun.

Und das wichtigste zum Schluss: Allen Lesern vielen Dank fürs lesen, kommentieren und weiterempfelen!!!!

Soviel von uns. Wir freuen uns auf zahlreiche Ergänzungen von Euch, damit wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgend auf den Rückrundenstart warten können. Wir wünschen Euch für 2010 alles Gute. Mögen Eure kulinarischen, fussballerischen und persönliche Träume in Erfüllung gehen!

Autor: S.Beyer
Datum: Sonntag, 10. Januar 2010 21:23 | Dieser Artikel wurde 1,139mal gelesen
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