Wurstprovinz Teil 1
geschrieben von S.Beyer am Freitag, 27. November 2009 16:14
Ein Samstag im November. Die Tatsache, dass es Mittags noch nicht geregnet hat, lässt einen glauben, man könne sich ohne Wetterkomplikationen nach draußen in den Herbst wagen. Da am Abend ohnehin eine Geburtstagsparty in Kiel ansteht, geht es von Hamburg endlich mal wieder Richtung Norden.
Kaum auf der Autobahn angekommen verrät es bereits der erste Blick über Schleswig-Holsteinische Felder: Das mit dem Wetter war nur ein Trick – natürlich wird es regnen. Aber das ist ja eigentlich auch egal. Fussball im Regen ist auch was Feines. Auf dem Platz wird mehr gegrätscht, neben dem Platz sind nur noch Leute die es ernst meinen mit der viel bemühten „Liebe zum Spiel“ und in der Halbzeit gibt’s ne schöne heiße Wurst. Dieses Gefühl gibt‘s in den großen Stadien des Landes natürlich nicht mehr, aber in der Kreisliga Rendsburg-Eckernförde kann man sich genau darauf freuen. Mit diesen Gedanken mache ich mich auf den Weg zum Spiel SG Felde / Stampe gegen den FC Schinkel. [...]
Thema: Deutschlandweit, SG Felde/Stampe | Kommentare (4) | Autor: S.Beyer
Samstagfrüh ging es vom Hamburger Hauptbahnhof mit dem ehemaligen Oberliganord-Ticket, oder auch als Niedersachsenticket bekannt, nach Wolfsburg, um dem Spiel des Clubs gegen die Wölfe in der VW Arena beizuwohnen. Die Fahrt dauert einfach fast vier Stunden. Die Fahrt von Hamburg nach Wolfsburg wäre jedoch deutlich schneller möglich, wenn die Fahrpläne zwischen einer Privatbahn und dem Alphatier im deutschen Eisenbahnwesen abgestimmt wären. So waren auf der Hin- und Rückfahrt ein Fußballspiel mit Nachspielzeit an Wartezeiten dazwischen. Im Bahnhof Uelzen gab es unter anderem eine unerklärbare Zwangspause. Die Fahrt stoppte für über 20 Minuten, um dann pünktlich um 21 Uhr die Fahrt gen Hamburg fortzusetzen. Die Frage, ob in Uelzen weitere Kunden zusteigen, wurde von den Eisenbahner negiert, denn es ist nicht für den Fußballer das Größte wenn die Null steht. Auch ein Eisenbahner findet es schön, wenn der Zug bis um Null steht, um dann weiterzufahren.
Es ist schon über zwei Wochen her, dass ich beim Spitzenspiel Eimsbütteler TV gegen Germania Schnelsen war, aber manchmal dauert es eben ein wenig länger. Ich bin nicht so schnell beim Schreiben, da haben wir ganz andere Beispiele. Der Wursttest beim Niendorfer TSV wurde noch am gleichen Abend veröffentlicht. Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass ich schon mal beim ETV war. Damals im Auftaktsspiel gegen den SV Lieth am Sparbiersplatz. Diesmal fand das Spiel am Sportzentrum Hoheluft unweit vom regionalligatauglichen Stadion von Vicky statt. Das Sportzentrum Hoheluft ist fußballerisch nur ein Rasenplatz. Auf der einen Seite befindet sich das Sportheim mit integriertem Grillstand. Auf dem Flachdach des Sportheims ist die Sprecherkabine mit Anzeigentafel und Uhr aufgepflanzt. Vom Sportheim bis zur Außenbande des Fußballplatzes sind es zirka zehn Meter. Auf dieser Freifläche sind unter anderem Sitzgelegenheiten und Heizstrahler zu finden. An der Gegengrade ist zwei Meter Platz bis zu einem stark bewachsenen Steilhang. 

