Die Vier- und Marschländerbratwurst

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Das Halbfinale des Hamburg-Pokals zwischen dem SC Vier- und Marschland und dem AFC ermöglichte mir einen Besuch einer mir bisher völlig unbekannten Ecke Hamburgs. Das Spiel war am 28. 04. auf 19 Uhr terminiert und zog über 400 Zuschauer an.

Da ich ja Migrationshanseat bin, stellte sich mir erstmal ein paar grundsätzliche Fragen.Was sind die Vier – und Marschlanden, wo sind diese und ist der Sportplatz noch mit dem HVV zu erreichen?

Nachdem meine letzte Frage durchs AFC-Forum positiv beantwortet wurde, stieg mein Interesse für die Fahrt, denn viele lichte Momente hatten wir AFCler nicht diese Saision. Ich bemühte also Wikipedia und war nur ein wenig schlauer. Google-Maps zeigte mir zumindest schon die Lage des Sportplatzes am Rande Hamburgs.

Also ging es dann am Dienstag gemeinschaftlich raus aufs Land. Da der Fahrplan ja bekannt war, wurden auf der Wegstrecke weitere Bausparer eingesammelt. Nach über einer Stunde Fahrzeit und Fußweg vom Bf Altona kam man am kleinen Kunstrasenplatz an.

Vor uns konnten wir eine richtig schöne Anlage bestaunen. Das ist u.a. dem Transfer von Harnik, der durch diesen Verein ausgebildet wurde, zu verdanken. Voller Stolz wurde mir noch später in der Porzellanabteilung, auf Nachfrage erzählt, daß noch ein weiteres mir noch unbekanntes Nachwuchstalent von dem Verein kommt.

Von der Straße konnten wir zudem einen Fischverkaufswagen entdecken, was mein Prakti und ich sehr innovativ fanden. Noch in der Eintrittsschlange wurde diskutiert, ob es denn überhaupt eine Bratwurst gibt, wenn nein, auditieren wir ein Matjiesbrötchen und wer ist eigentlich der Fischbrötchen-Experte von uns? Meine Kernkompentenz ist die Bratwurst und zum Glück bot sich der Prakti an, den Test durchzuführen, wenn wir keinen Bratwurststand finden. Spannung und Diskussionsbedarf, obwohl noch gar nicht angepfiffen war. Das Zweitwichtigste war geklärt und wir genossen erstmal die Fischbrötchen.

Bewaffnet mit den Fischbrötchen ging es dann vorbei an weiteren Zuschauern und Bierstand, in dem man gezapftes Hasseröder für 2 Euro bekam, zur Mittelline, um dem Spiel besser folgen zu können. Während des Spiels erfuhr ich noch nebenbei, dass ich im größten Stadtteil Hamburgs bin, sich über zehn Dörfern mit mehreren Vereinen zu dieser SpVgg über die Jahre zusammengefunden haben und es wohl über 20 km an weitester Ausdehnung ist. Dafür hat sich die Anreise doch schon gelohnt.

Einen Grillstand hatten wir im übrigen auch in der Nähe der Mittelline entdeckt, also war klar dass ich den Test schreibe, da auch Bratwurst im Verkauf war. Nun ja die Wurst ist schnell bewertet denn es handelt sich um eine Industriewurst, welche ich schon mehrfach gegessen habe. Zubereitet wird diese über einem Rost, welcher mit Gas befeuert wird. Als Sättigungsbeilage dienen Toastbrotdreicke in Selbstbedienung, welche durch ein Tuch bedeckt sind. Der Senf kommt aus der Kunststofflasche. Nett ist, dass das Verkaufspersonal einen darauf hinweist, welche der Quetschefalschen denn noch richtig voll ist. Leider gibt ist es keine Brötchen als Alternative. Die Industriewurst schmeckt im übrigen, sonst wäre sie nicht so weit verbreitet.

wt-scvm-afc12Beim Stand von 0:5 verzehrte ich die Wurst. Das Spiel ging 6:1 für uns aus. Im Verkauf ist die Bratwurst für 1,80 Euro, im Mittelfeld der Bratwurst-Oberliga Hamburg anzusiedeln, wo ich auch den Verein mit den sympathischen Fans hin wünsche.

(2.5/5)

Witzig gestaltete sich auch noch die Rückreise mit dem Bus. Da im genommenen Bus eine Fahrgastzählung stattfand, wurde das Ergebnis verfälscht. Der Busfahrer wies den Zähler noch drauf hin, uns nicht zu erfassen, sonst fährt die Line 120 ab der nächsten Fahrplanänderung im 10 Minutentakt, und nicht mehr jede Stunde, wie das jetzt der Fall ist. Dies wurde vom Zähler ignoriert und er vermerkte 40 Leute Haltestelle Sülzbrack. Leider ist das nicht auf dem Foto zu erkennen.

Die Vier- und Marschländer würden sich das bestimmt auch gut heißen. Wegen dem hohen Füllungsgrad wurden die verdutzt dreinschauenden Fahrgäste von uns mit einem lauten „Herzlich Willkommen“ begrüßt. Der Busfahrer verabschiedete sich dann mit einem ” Ihr seid die Besten” durchs Mikro an der S-Bahnhaltestelle Tiefstack von uns.

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Autor: M.Dittmann
Datum: Donnerstag, 30. April 2009 10:48 | Dieser Artikel wurde 1,161mal gelesen
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