Wursttest beim FC St. Pauli II an der Waidmannstraße
Ostern 2009, bestes Wetter in Hamburg. Zeit für Amateurfußball und Zeit für meinen ersten Bratwursttest. In der Hamburg-Liga empfängt der FC St. Pauli II den TSV Buchholz, der Tabellen-Vierte gegen den Sechsten. Und Buchholz ist schließlich der nächste Gegner im Oddset-Pokal unseres AFC. Ideal also, um schon einmal den Gegner inspizieren zu können.
Im schönen Stadion an der Waidmannstraße treffen sich heute 550 Zuschauer, natürlich ist der Großteil St. Pauli Anhänger, jedoch wurden auch einige Buchholz-Fans gesichtet. Die Verantwortlichen des Kiezkicker-Nachwuchses haben einen Gas-Grill für die Würste und frisches Bier vom Fass aufgefahren – aber mit dem Andrang der durstigen Fans hat keiner gerechnet. Kurz vor der Halbzeit – es steht bereits 2:0 für Buchholz – mache ich mich auf um meine erste Bratwurst zu testen. Ich stehe sicherlich zehn Minuten in der Schlange ehe ich zwei Bier und eine Wurst bestellen kann. Weitere fünf Minuten vergehen, bis mir die Ware gereicht wird. Das frisch gezapfte Bier kommt von Hasseröder und kostet zwei Euro je 0,4 Liter. Ein Armutzszeugnis für den Astra-Verein, aber dennoch erfrischt das Bier und wird am heutigen Tag vielfach an den Mann gebracht.
Die Wurst an der Waidmannstraße
Die Wurst wird höchst appetitlich vom Rost auf die übliche Pappe gerollt, die Bewegungen des wurstvertreibenden Herren sind erfahren-routiniert. Ein mürrischer Verweis auf den Senf und die Dreiecks-Toasts runden das Einkaufserlebnis ab. Zurück auf dem Platz am Spielfeld beiße ich in das dampfende Rot und bin äußerst entzückt. Diese Wurst ist uneingeschränkt zu empfehlen. Kross gegrillt und nicht zu klein ist diese Wurst sättigend und verdient sich den Platz neben dem flüssigen Gold in meinem Magen. Eine Stadionwurst, der ich mit bestem Gewissen das Prädikat “gut” geben kann, in punkto Preis-Leistung sogar ein “sehr gut” – die Wurst gabs für läppische 1,50 Euro. Über das beiliegende trockene Toastbrot lege ich indes lieber den Mantel des Schweigens. Der Ur-Hamburger würde es bestimmt nicht verschmerzen, wenn es durch ein frisches Brötchen ersetzt werden würde …

In der zweiten Halbzeit macht Buchholz das hochverdiente 3:0 und hätte eigentlich noch eines drauflegen müssen. Kurz vor Schluss gelingt dem FC St. Pauli dann doch noch der Ehrentreffer! Und ich gehe mit zwei Gewissheiten heim: Auf die Wurst an der Waidmannstraße kann man sich verlassen, aber Altona 93 muss sich am Ostermontag mächtig anstrengen, um gegen Buchholz bestehen zu können!




(4/5)










Samstag, 11. April 2009 13:29
Naja, so lecker schaut die Wurst ja nicht aus. Hab schon bessere gesehen. Aber scheint dir ja wengistens geschmeckt zu haben. Wie wurde der Senf poritioniert, was hat die Wurst gekostet und gab es auch Brötchen als Alternative?
Samstag, 11. April 2009 18:28
Hab ich natürlich ganz vergessen: Für 1,50 Euro war die Wurst natürlich mehr als fair (hab ich eben in den Artikel eingefügt)! Brötchen gabs nicht, lediglich die Dreiecks-Toasts. Hättest aber statt einer Wurst immerhin ne Frikadelle haben können!
Sonntag, 12. April 2009 0:14
[...] zwei Tage nach dem Bratwursttest bei der zweiten Mannschaft von St. Pauli komme ich zu der Gelegenheit bei den Profis des Kiezclubs die Wurst etwas genauer unter die Lupe zu [...]
Montag, 12. Oktober 2009 15:40
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